Erfolgreicher Einsatz von Stützmitteln zur Sanierung eines Schachtes im Salzbergwerk Altaussee, Österreich

Die Salinen Austria AG ist ein führender Produzent und Anbieter von Siedesalz aus Sole für eine große Zahl verschiedener Anwendungen. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität anzubieten.

In Altaussee, Österreich, befindet sich eines der traditionellen Bergwerke der Salinen Austria AG wo auch heute noch wirtschaftlich Salz aus dem so genannten Haselgebirge, einem Mischgestein aus Sandstein, Anhydrit, Tonmineralen, Steinsalz und Nebensalzen, abgebaut wird.

Hier wird Salz durch die so genannte Laugtechnik gewonnen - dem derzeit modernsten und wirtschaftlichsten Verfahren weltweit. Bei der Bohrlochsonden-Methode wird von einem Stollen oder einem Sondenfeld aus zuerst ein senkrechtes Bohrloch mit einem Durchmesser von 30 cm in mehrere hundert Meter Tiefe gebohrt. Anschließend werden in das Bohrloch 2 Rohrsysteme eingebaut. Durch das eine Rohr wird Laugwasser zum Bohrlochtiefsten geführt, um das Salzgestein zu lösen. Auf diese Weise wird das Bohrloch zu einem so genannten Laug-Hohlraum erweitert. Durch das zweite Rohr wird die gesättigte Sole nach oben geführt. Zusätzlich wird Druckluft in das Bohrloch gepresst, wodurch das Bohrloch selbst vor einer unkontrollierten Auslaugung geschützt wird. Außerdem steuert man durch das Druckluftpolster die Form und Größe der entstehenden Laug-Kaverne.

Für die Anwendung dieses Verfahrens benötigt man neben Strom, Druckluft und einer ausreichenden Bewetterung auch die Leitungen für das Laugwasser und die Sole. Im Bergbau Altaussee führen diese Versorgungsleitungen über einen Zentralschacht, der derzeit umfassend saniert wird.

Derzeit finden die Sanierungsarbeiten im II. Abschnitt auf einer Länge von 26 m statt. Der Förder- und Versorgungsschacht muss in diesem Bereich abgebrochen und umfassend gesichert werden. Zuerst musste eine vor längerer Zeit errichtete und mittlerweile defekte Schachtwand aus Beton entfernt und neu gesichert werden. Die gesamte Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb, und die Versorgungsleitungen im Zentralschacht durften während der Arbeiten nicht unterbrochen werden.

Die Innenwände des Schachtes wurden mit Nirosta-Netzgittern, die eine Maschenweite von 30 x 30 mm haben, gesichert. Die Netze wurden dann mit 800 mm langen DSI Spreizkopfankern aus Bergbaustahl, Nenndurchmesser 16,2 mm, Stahlgüte 450/700 N/mm², 145 kN Höchstkraft, im tragfähigen Felsen versetzt und gespannt. Hierzu wurden Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 33-36 mm erstellt, und die Anker mit Ankermuttern und 100 x 100 x 6 mm starken Lochplatten installiert.

Zur Sicherung der Konsolen für die Versorgungsleitungen produzierte und lieferte DSI Österreich 800 mm lange DSI Klebeanker aus GEWI®-Stahl, Nenndurchmesser 20 mm, in einer Stahlgüte von 500/550 N/mm² und mit einer Bruchlast von 173 kN. Die Anker haben eine Last an der Steckgrenze von 157 kN. Die Klebeanker wurden mit 28 x 500 mm langen Klebepatronen bei einer Reaktionszeit von 120 Sekunden eingebaut und zusammen mit Kugelbundmuttern und Vollplatten 100 x 100 x 6 mm, Lochdurchmesser 35 mm, versetzt.

Obwohl sich die Sanierungsarbeiten weit umfangreicher gestalteten als ursprünglich geplant, sind die Arbeiten dennoch voll im Zeitplan. Nach Abschluss des II. Bauabschnitts werden hier die aufwendigsten 30 Meter des insgesamt ca. 200 m tiefen Schachtes umfassend gesichert und verstärkt sein. DSI Österreich wünscht allen an den Arbeiten beteiligten Bergleuten „Glück Auf".

Auftraggeber
Salinen Austria AG, Österreich

DSI-Einheit
DYWIDAG-Systems International GmbH, Österreich
DSI-Leistungen
Produktion, Lieferung, technische Unterstützung DSI-Produkte DSI Spreizkopfanker, L=800 mm; DSI Klebeanker, L=800 mm, mit Vollplatten, Ankermuttern und Kugelbundmuttern; Klebepatronen, 28 x 500 mm
Zurück Mehr Projekte